Casa Udel

Welcome to the Huhniverse

Ruckzuck lecker

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Ich bin bekennender Toast-Fan. In meinem Elternhaus gab es nur zum Sonntagsfrühstück Toast. Direkt am Tisch getoastet, schön warm und knusprig. Die vergangenen Jahre war das meine einfache Single-Lösung, es ist erstens günstig und hält zweitens lange. Egal, ob ich es aus dem Gefrierfach in den Toaster schiebe oder ob es im Brotschrank liegt, die Male, dass es mir geschimmelt ist, kann ich zählen. Vergleichsweise günstig bekomme ich kein Vollkornbrot und diese labberigen Graubrote mag ich nicht so gerne und die sind meist nach drei Tagen total trocken. Eigentlich liebe ich aber ein schönes, saftiges, körnerverseuchtes Vollkornbrot. Und EIGENTLICH ist das ja auch ganz einfach und preiswert selber zu machen. Nun bin ich ja eher nicht so die Bäckerin. Meine Versuche mit Vollkornmehl waren auch nicht unbedingt motivierend: krümelig, trocken, klitschig, auseinanderfallend, ich habe schon alles erlebt. Die Mutter eines Freundes hat immer so ein tolles und schnelles Brot gebacken und tatsächlich fand sich das Rezept noch auf einer alten Backup-Platte (es lebe die digitale Welt). Ein kurzer Blick im Netz zeigte mir, dass es da noch mehrere Varianten von gibt und diese Vorgehensweise wohl recht bekannt. Meine Prämisse war: idiotensicher, schnell und lecker.

Der ersten Punkt wurde schon auf eine harte Probe gestellt, da beide Hefesorten (frisch und getrocknet) schon etwas… sagen wir überlagert waren. Aber ich wollte das Risiko eingehen. Also ja, es ist ein Hefeteig. Ich steh nicht so auf Sauerteig, sofern er nicht aus dem Holzofen und ganz ganz frisch ist. Mit Hefe backen heißt im Normalfall also immer, dass Gehzeiten berücksichtigt werden müssen. Das lässt sich aber ganz gut damit umgehen, den Teil in den kalten Ofen zu stellen, so kann das Brot quasi während der Vorheizphase aufgehen.

Und lecker… das ist es auf jeden Fall. Auch wenn ich nicht so ganz sicher bin, welche Getreidesorte ich neben Weizen noch drin habe (die Körner waren schon länger in meinem Vorratsglas… ich tippe aber auf Dinkel). Also hier nun die Zutaten:

500 g Vollkornmehl – in meinem Falle frisch aus der Mühle
150 g Körnerkram (ich habe Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne und Chia genommen)

450 ml handwarmes Wasser
2 EL Apfel-/Obstessig
1 Päckchen Hefe
1 TL Salz

In meiner Erinnerung wurde das alles in eine Schüssel geschüttet, verknetet und gebacken – mehr steht auch nicht in meiner Anleitung. Was macht die Frau von heute in so einem Fall? Korrekt, Tante Google fragen. Also habe ich Salz und Hefe in dem Gemisch aus warmen Wasser und Essig aufgelöst und in zwei Etappen (mit der Küchenmaschine) die Mehl-Körnermischung untergerührt. Die gefettete Kastenform mit ein wenig Leinsamen ausgestreut, die Masse – die recht klebrig zäh ist – eingefüllt und in den Backofen gestellt. Backzeit war 50 min bei 250°C, da es aber außen ein bisschen dunkel geworden ist, werde ich beim nächsten Mal die Temperatur nach der Hälfte der Zeit etwas reduzieren.

Was wohl auch zum guten Gelingen beigetragen hat, ist der Hausfrauentrick eine Schale mit kochendem Wasser mit in den Ofen zu stellen. Der Wasserdampf „reißt“ das Brot nach oben hat meine Omi mal gesagt. Und so war es auch. Trotz alter Hefe und ohne langes Gehen ist das Brot aufgegangen (man konnte fast zusehen) und es schmeckt …. Yummi.

Ich habe mich sogar beherrscht und das erste Stück erst abgeschnitten, als es komplett ausgekühlt war. Aber dann gab es das Knäppchen (wie sagt ihr denn dazu?!) mit kalter Butter … seufz.

Autor: Frau hUhn

Ein Pilger bin ich. Chaos begleitet meine Wanderung.

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