Casa Udel

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The Secret is the … Gemüsebrühe

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In den Weiten des Internet bin ich mal wieder über etwas gestolpert, das mich nicht mehr los gelassen hat. Etwas – zumindest für mich – total alltägliches und profanes: Gemüsebrühe. Natürlich habe ich die Diskussionen schon x-mal geführt, ob nun mit oder ohne Geschmacksverstärker (in Form von einem der beliebten Glutamate), mit oder ohne Hefe, bio oder konventionell. Doch jetzt habe ich die Lösung für alle Fragen und sie ist – wie so oft – unglaublich einfach: Selber machen. Ok, im ersten Momente habe ich auch gedacht, warum nur? Ist das nicht zu viel Aufwand? Schmeckt das? Nein, ist es nicht und ja, tut es. Was ich dabei noch am allercoolsten finde ist, dass ich auf dem Weg auch Gemüsereste verschwinden lassen kann, für dich ich sonst keine Verwendung gehabt habe und die nach Wochen in meinem Gemüsefach dann irgendwann traurig in der Biotonne landeten.

Herkömmliches Gemüsebrühpulver enthält hauptsächlich Salz, mal Meersalz, mal Steinsalz, gelegentlich jodiert. Auch meine Brühe ist recht salzig, was daran liegt, dass ich damit würze und es anstelle von Salz benutze. Der Hauptanteil jedoch ist Gemüse und ich kann selbst entscheiden, welches Salz ich in meinem Essen haben möchte – und wenn es mit Bergkristallen aufgeladenes hawaiianisches Vulkansalz ist. 😉

Bei der Wahl der Gemüsesorten kann ich mich nach meinen Vorlieben richten, oder nach der Saison, dem, was da ist oder mit was ich mal experimentieren möchte. Der erste Versuch enthält neben Möhren und Sellerie nur Zwiebeln, Lauch und die Stängel von meiner letzten grünen Sauce, außerdem Petersilie (leider getrocknete, da keine anderen da war) und natürlich Knoblauch. Demnächst will ich auf jeden Fall Pastinaken und Petersilienwurzel mit hinein geben, vielleicht auch ein paar Wildkräuter und Tomaten.

Das frische Gemüse haben wir durch die Küchenmaschine gejagt und anschließend gewürzt (Kurkuma, Pfeffer, das schon erwähnte Salz und ein paar andere Gewürze). Ich liebe das Aroma von Hefeflocken, habe da jetzt aber drauf verzichtet. Ebenso wie auf Zucker in irgendeiner Form, der gerne in den unterschiedlichsten Varianten den Brühpulvern zugesetzt wird, die mit „frei von Geschmacksverstärkern“ werben.

Die gewürzte Gemüsepampe muss dann trocknen. Und hier haben wir den einzigen Nachteil der selbstgemachten Version… der Energieaufwand. Ich habe den Vorteil eines Dörrautomaten, der darauf spezialisiert ist und weniger Energie verbraucht als ein herkömmlicher Backofen. Mit dem geht es auch, dann die Klappe ein wenig offen lassen, damit die Flüssigkeit verdunsten kann. Über Nacht waren die Fladen schön hart und trocken geworden und kamen dann noch in den Vitamix , damit ich ein Pulver erhalte. Das löst sich natürlich nicht rückstandslos in einer Tasse heißem Wasser wie es die gekauften Produkte tun. Dafür weiß ich, was drin ist und es ist genau auf meine geschmacklichen Vorlieben eingestellt.

Diese beiden gekauften Pülverchen standen in meiner Küche. Die eine ist vom Discounter und behauptet „ohne Geschmacksverstärker“ zu sein und die andere ist von einem der großen bekannten Tütchenproduzenten und bezeichnet sich selbst als „Delikatess“.

Discounterbrühe

Zwar kein Glutamat, dafür aber vier verschiedene Sorten Zucker.

 

Nestlebrühe

Bevor hier mal Gemüse erwähnt wird, habe ich Salz, Geschmacksverstärker, Fett, noch mehr Salz und Hefeextrakt drin.

Homemade Brühe

Gemüse, Salz, Gewürze und absolut fettfrei…

 

Autor: Frau hUhn

Ein Pilger bin ich. Chaos begleitet meine Wanderung.

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