Casa Udel

Welcome to the Huhniverse

Frau hUhn

EDIT: Ich bin immer noch ich – aber der Wiedererkennbarkeit halber nun nicht mehr als Udelinchen – vielleicht bin ich aus diesen Schuhen auch herausgewachsen – sondern nun als Frau hUhn. Bunt, laut, besserwisserisch und am liebsten unter anderen Hühnern. 

 

Und für alle, die mehr wissen wollen, hier der Original-Text. Hey, ich bin es immer noch … 

Dieses über sich selbst schreiben ist vermutlich bei niemandem wirklich beliebt. Verständlich. Wie soll eine ganze Persönlichkeit in ein paar Zeilen gepackt werden. Wie, die Erfahrungen von vielen Jahren, Jahrzehnten – in meinem Falle vier davon – auf eine Seite. Wodurch definiere ich mich soweit, dass ich Euch eine Ahnung davon vermitteln kann, wer ICH bin?

Ist es mein Name? Denn natürlich heiße ich nicht Udelinchen. Meine Eltern waren der Udel und die Udeline – also … Mein Name ist Anke. Was immer mit huldvoll, gnädig und anmutig in Verbindung gebracht wird. Naja.

Ist es meine Berufsbezeichnung? Ich darf mich mit derer drei schmücken: ich bin Hotelfachfrau, Diplom Oecotrophologin (Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaftlerin) und Heilpraktikerin. Was sagt denn nun mehr – oder überhaupt irgendwas – über mich aus? Gearbeitet habe ich auch schon als: Küchenhilfe, Kassiererin, Kellnerin, Kinderbetreuerin, als Callcenteragent, Verkäufer, Pharmaberater, Pressebetreuer, Marketingangestellter, Referent, Foto-Assistent und Gebietsverkaufsleiter. Was davon gibt etwas von mir preis? Und macht es einen Unterschied, ob Verkäufer oder VerkäuferIN? (Ist das überhaupt einem aufgefallen?) 😉

Ich habe mal meine Freunde und Bekannten gebeten, mich mit fünf Adjektiven zu beschreiben. Was sagt es aus, dass die beiden am häufigsten genannten „freundlich“ und „hilfsbereit“ waren. Wenigstens gefolgt von einem „selbstbewusst“. Übrigens eine Aktion, die meiner Ansicht nach jeder mal machen sollte. Schickt an Euer ganzes Mail-Adressbuch diese Bitte und lasst Euch überraschen, was zurück kommt. Manche Menschen nehmen sich wirklich Zeit für eine genaue Antwort und andere antworten schnell, knapp und aus dem Bauch.

Ich nenne mich einen Hobbit – NICHT weil ich große haarige Füße habe. Ich lebe gerne, ich lache gern, ich feiere gerne. Ich habe schrecklich gerne Gäste in der Casa Udel, die ich umsorge und füttere. Und natürlich esse und genieße ich selbst auch gern. Und immerhin habe ich im Auenland eine Heimat gefunden, selbst wenn es einige noch Saarland nennen.

Ich bin Generalist. Ich kann viel und ich mache vor allem viel. Alles was ich – noch – nicht kann, kann ich lernen. Damit bin ich zwar immer einen Schritt von Perfektion entfernt, aber damit kann ich prima leben. Meist empfinde ich Perfektion als langweilig und konformistisch.  Außerdem ist es so schön, vielseitig zu sein. Es macht das Leben bunt und spannend.

Und ich bin Kinästhet. Das sind die Menschen, die immer alles anfassen müssen, um Dinge zu begreifen, z.B. den großen roten Knopf. Oder etwas selber machen, um es zu verstehen. Kinästheten sind meist sehr körperliche Menschen, die andere gerne umarmen und die auch ihren Gefühlen eher körperlich Ausdruck verleihen. In meinen Augen sind Berührungen wichtig, lebensnotwendig. Und leider werden sie immer weniger. Ich spüre in meiner Praxis – in der ich auch Wellnessmassagen anbiete – wie sehr sich Menschen manchmal nach solchen einfachen Berührungen sehnen. Dazu abschließend eines meiner liebsten Filmzitate aus LA Crash:

„It’s the sense of touch. In any real city, you walk, you know? You brush past people, people bump into you. In L.A., nobody touches you. We’re always behind this metal and glass. I think we miss that touch so much, that we crash into each other, just so we can feel something.“

Sagt mir, was Ihr denkt